❤️Gedanken von Bianca❤️
von Parenas Pfotenhilfe (Kommentare: 0)
Heute war einer der herausforderndsten Tage, die ich bisher im Refugio erlebt habe. Als heute Hachiko abgegeben wurde, nahm ich ihn am Tor in Empfang.
Zu sehen, wie dieser kleine Kerl die Welt nicht mehr verstand, sich ans Bein seines Besitzers klammerte und einfach nur wieder mit ihm gehen wollte … Es hat mir das Herz zerrissen.
Sein Blick, als das Auto ohne ihn davonfuhr – ein Blick voller Unverständnis und purer Verzweiflung.
Tiere lieben bedingungslos, und wir Menschen wissen das viel zu oft gar nicht zu schätzen.
Ich fühle mich einfach nur hilflos, überfordert und tieftraurig für Hachiko. Von solchen Geschichten hatte ich schon gehört – aber sie hautnah mitzuerleben, ist etwas völlig anderes.
Doch der Alltag im Refugio wartet nicht, man muss sich sehr schnell wieder sortieren. Schon bald machten wir uns auf den Weg zu Sport-Dog, denn sechs Hunden dürfen wir durch zugesagte Startpatenschaft das Glück schenken, ins Refugio zu ziehen.
Auf dem Weg dorthin sagte ich, dass ich nicht entscheiden könne, wer zu uns kommen darf und wer nicht. Wir liefen von Gehege zu Gehege. Ein hoffnungsvoller Blick nach dem anderen, ganz viel Betteln um Aufmerksamkeit…
Carmen wählte die ersten Hunde aus. Dann drehte sie sich zu Virginia und mir um und sagte, dass wir nun jeweils noch einen Hund aussuchen sollten. In diesem Moment blieb mein Herz stehen. Wie soll man eine Entscheidung treffen, die für eine Seele ein Glücksticket bedeutet – und für die anderen nur weiteres Warten? Und doch muss sie getroffen werden, denn auch das bedeutet Tierschutz.
Es ist ein Moment, den ich nie vergessen werde. Ein Wirrwarr aus Freude für die ausgewählten Hunde, Herzschmerz für all die anderen und der Hilflosigkeit, nicht mehr tun zu können.
Und kaum war diese Situation vorbei, ging der Alltag wieder weiter - 200 weitere Tiere warten schließlich jeden Tag auf Versorgung, Aufmerksamkeit und Liebe. Für das Herz bleibt hier oft nur wenig Zeit, die Erlebnisse wirklich zu verarbeiten. Aber klar, irgendwann kommen sie wieder hoch.
Ich lerne eindrücklich, Tierschutz bedeutet nicht nur Freude über jedes gerettete Leben. Es bedeutet auch Schmerz, Hilflosigkeit und Entscheidungen, die einem das Herz zerreissen. Doch für die, die wir retten können, bedeutet es die Welt.
Einen Kommentar schreiben